Management-Dashboard

Das Management-Dashboard: alle Zahlen deines Unternehmens auf einen Blick

Was ein Management-Dashboard ist, welche Kennzahlen wirklich hineingehören und woran du ein gutes erkennst. Mit Beispiel und ehrlicher Antwort auf die Frage, ob du es selbst bauen solltest.

Was ist ein Management-Dashboard?

Ein Management-Dashboard ist eine Seite, auf der die wichtigsten Zahlen deines Unternehmens zusammenlaufen: Umsatz, Marge, Liquidität, Auftragseingang, Werbekosten. Die Zahlen kommen automatisch aus den Systemen, in denen sie ohnehin entstehen, also aus Buchhaltung, CRM, Shop und Werbekonten. Niemand muss sie mehr von Hand zusammentragen.

Der wichtigste Unterschied zu einem Monatsbericht: Ein Bericht beschreibt einen Monat, der schon vorbei ist. Ein Dashboard zeigt den Stand von heute Morgen. Du schaust hinein, wenn du eine Entscheidung treffen musst, und nicht erst, wenn die BWA da ist.

Man nennt das auch Management-Cockpit, KPI-Dashboard oder Geschäftsführer-Dashboard. Gemeint ist immer dasselbe: ein Ort, an dem die Geschäftsführung sieht, wie es dem Unternehmen gerade geht.

Welche Kennzahlen gehören hinein?

Weniger, als die meisten denken. Ein gutes Cockpit für die Geschäftsführung kommt auf der ersten Seite mit 10 bis 15 Kennzahlen aus. Alles Weitere liegt eine Ebene tiefer. Typisch sind diese Bereiche:

BereichTypische KennzahlenDie Frage dahinter
FinanzenUmsatz, Rohertrag, Ergebnis, PersonalkostenquoteVerdienen wir Geld, und womit?
LiquiditätKontostand, offene Forderungen, 13-Wochen-VorschauReicht das Geld für die nächsten Monate?
VertriebPipeline, Auftragseingang, AbschlussquoteWas kommt in den nächsten Monaten rein?
MarketingKosten pro Anfrage, Werbekosten im Verhältnis zum UmsatzWelche Werbung bringt wirklich Kunden?
OnlineshopBestellungen, Warenkorbwert, Retourenquote, DeckungsbeitragWas bleibt nach Werbung und Retouren übrig?

Welche davon für dich zählen, legen wir im KPI-Workshop gemeinsam fest. Unsere Faustregel: Jede Kennzahl im Cockpit braucht jemanden, der etwas tut, wenn sie sich bewegt. Steht eine Zahl nur da, weil sie sich leicht messen lässt, fliegt sie raus.

Dashboard, Excel oder BWA?

Die meisten Unternehmen, mit denen wir sprechen, steuern heute mit einer Mischung aus BWA und Excel. Beides hat seinen Platz. Es reicht nur nicht, um früh zu reagieren.

BWAExcel-ListeDashboard
Wie aktuell?oft erst Wochen nach Monatsendeso aktuell wie die letzte Pflegejeden Tag neu
Welche Zahlen?nur die Buchhaltungwas jemand hineinkopiertBuchhaltung, CRM, Shop, Werbung
Aufwandbeim Steuerberaterjeden Monat Handarbeiteinmal einrichten
Blick nach vornneinnur mit eigener Planungja, zum Beispiel die Liquidität

Die BWA bleibt wichtig. Ein Dashboard ersetzt sie nicht, es nutzt ihre Zahlen und ergänzt sie um alles, was in der Buchhaltung nicht steht. Und es zeigt dir die Entwicklung, bevor der Monat abgeschlossen ist.

So sieht ein Management-Dashboard aus

Beispiel eines Management-Dashboards mit Umsatz, Kosten und Liquidität
Ein Cockpit mit Beispieldaten: Verläufe für Auftragseingang, Umsatz und Projekte, darunter die wichtigsten Kennzahlen mit Vergleich.

Auf einen Blick stehen die Zahlen, die du jeden Morgen sehen willst, jeweils mit dem Vergleich zum Vormonat oder Vorjahr. Daneben siehst du, wie sie sich über die Monate entwickeln. Welche Zahlen bei dir hineinkommen und wie sie angeordnet sind, legen wir im Entwurf gemeinsam fest.

Besonders wertvoll ist der Blick nach vorn. Wie das bei der Liquidität aussieht, kannst du auf der Seite zur 13-Wochen-Liquiditätsplanung selbst ausprobieren.

Woran du ein gutes Dashboard erkennst

  • Eine Seite für die Geschäftsführung. Das Wichtigste passt auf einen Bildschirm. Details liegen dahinter.
  • Jede Zahl ist klar definiert. Ist Umsatz netto oder brutto, vor oder nach Retouren? Das muss einmal festgelegt werden und gilt dann für alle.
  • Es aktualisiert sich von selbst. Muss jemand vorher Daten einspielen, wird es irgendwann nicht mehr gemacht.
  • Es zeigt Vergleiche. Eine Zahl allein sagt wenig. Erst der Vergleich mit Vormonat, Vorjahr oder Plan zeigt, ob etwas gut oder schlecht läuft.
  • Alle sehen dieselbe Zahl. Wenn Vertrieb, Marketing und Buchhaltung mit unterschiedlichen Umsätzen in die Besprechung kommen, ist das Dashboard gescheitert.

Selbst bauen oder bauen lassen?

Werkzeuge wie Power BI, Tableau oder Looker Studio gibt es längst. An der Software liegt es selten. Die eigentliche Arbeit steckt woanders: die Systeme anbinden, die Daten aufbereiten, die Kennzahlen sauber definieren und das Ganze am Laufen halten, wenn sich etwas ändert.

Wenn du jemanden im Haus hast, der das kann und dafür Zeit bekommt, kannst du es selbst bauen. Die meisten Mittelständler haben diese Person nicht, oder sie ist mit anderem voll ausgelastet. Dann bauen wir es für dich. Was wir dabei genau übernehmen, steht unter Dashboard erstellen lassen.

Was kostet ein Management-Dashboard?

Bei uns beginnen Projekte bei einem mittleren vierstelligen Betrag. Wie viel es genau wird, hängt vor allem davon ab, wie viele Systeme wir anbinden und welche Bereiche das Cockpit abdecken soll. Was den Preis bestimmt und wie du ihn mit dem vergleichst, was dich dein Reporting heute kostet, steht auf der Seite Preise.

Wie lange dauert es?

In der Regel 3–6 Wochen bis zum Livegang. Dein Aufwand liegt bei etwa 60 Minuten: zwei kurze Abstimmungen und die Freigabe der Zugänge zu deinen Systemen. Den Rest übernehmen wir.

Häufige Fragen

Fragen zum Management-Dashboard

Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns. In der kostenlosen Dashboard-Analyse klären wir sie gemeinsam.

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Für wen lohnt sich ein Management-Dashboard?

Typischerweise ab etwa 1 Mio. € Jahresumsatz oder 10 Mitarbeitenden. Spätestens, wenn Excel-Listen oder verspätete BWAs zum Problem werden, bringt ein Dashboard den entscheidenden Vorteil.

Ersetzt ein Dashboard meinen Steuerberater?

Nein. Dein Steuerberater macht weiter Buchhaltung, Abschluss und Steuern. Das Dashboard nutzt die Zahlen aus der Buchhaltung und zeigt sie dir zusammen mit allem anderen, was dein Unternehmen ausmacht.

Welche Systeme lassen sich anbinden?

Nahezu alle gängigen Systeme, von Finanzsoftware (DATEV, Lexoffice, SevDesk) über CRM (HubSpot, Pipedrive) bis zu Marketing- und E-Commerce-Tools (Google Ads, Meta Ads, Shopify). In der Dashboard-Analyse prüfen wir deine Systeme im Detail.

Wie aktuell sind die Zahlen?

Tagesaktuell: Die Daten werden automatisch jeden Tag aktualisiert. Marketing-Daten stehen teilweise sogar in Echtzeit zur Verfügung.

Lässt sich das Cockpit später erweitern?

Ja. Neue Kennzahlen, Systeme oder ganze Geschäftsbereiche lassen sich jederzeit ergänzen.

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